Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum


Krankheitsbilder

Störung der Funktion des Beckenbodens und seiner Schließmuskel können sich als Blasen- und Stuhlgangsentleerungstörungen /-Inkontinenzen, Vorfall von Organen wie der Scheide oder des Enddarmes und als Schmerzen im Unterbauch bemerkbar machen. Im Folgenden wird hierauf näher eingegangen.

Harnblasenfunktionssörung

Diese Störungen treten bei Männern und Frauen auf, häufig in Verbindung mit wiederholten Harnwegsinfektionen. Die Ursachen können vielfältig und zunächst nicht eindeutig zuzuordnen sein, da auch Mischformen von Speicher- und Entleerungsproblemen vorliegen können und differenziert abgeklärt werden müssen.

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Harn- und Stuhlinkontinenz

Bei der Harn- und/oder Stuhlinkontenz liegt eine eingeschränkte oder fehlende Kompetenz der Schließmuskel vor. Der Blasen- und/ oder Darminhalt kann nicht sicher gespeichert und zurückgehalten werden, um dann zeitgerecht selbst bestimmt entleert zu werden. Ungesteuerter, ungeplanter Abgang/Verlust vor Urinverlust und/oder Stuhlabgang ist die Folge. Es gibt verschiedene Schweregrade und Mischformen der Harn- und/oder Stuhlinkontinenz, die sehr unterschiedliche Ursachen haben können. Welches Erkrankungsstadium vorliegt, was die Ursachen dafür sind und welche Therapie sollte möglichst interdisziplinär in einem Zentrum abgeklärt werden.

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Blasenentzündungen / Harnwegsinfektionen

Hierunter versteht man die Entzündung der Harnblase und ableitenden Harnwege. Ca. 60 % aller Frauen leiden mindestens einmal im Leben an einer Harnwegsinfektion, die häufig rezidiviert. Jenes hat weitreichende Auswirkungen auf den privaten und beruflichen sowie volkswirtschaftlichen Bereich. Vergesellschaftet ist dies mit der Senkung des Beckenbodens und den geschilderten Blasenentleerungsstörungen. Begünstigt werden derartige Entzündungen durch Störungen der Blasenentleerung. Häufig bringt erst die Behebung der Harninkontinenz und Beckenbodenfunktionsstörung hier eine Besserung.

Senkung der Scheide und/oder Endarmes

Der Verlust oder das Überdehnen von Haltebändern und des Beckenbodenmuskels, z.B. nach Entfernen der Gebärmutter oder mehrfachen Geburten, kann über die Zeit zu einem Tiefertreten der Gebärmutter und/ oder der Scheide und/oder des Darmes führen. Dies wird als Senkung (Deszensus) bezeichnet. Wenn die Gebärmutter, Scheide oder Darm teilweise oder ganz vor den Scheideneingang oder Anus treten spricht man von Prolaps. Die Beschwerden sind abhängig von der Art und dem Ausmaß der Senkung und bestehen in: Druckgefühl nach unten sowie ziehenden Schmerzen im Unterbauch, in der Leisten- und Kreuzgegend.

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