Wenn die Schilddrüse streikt…

Mittwoch, 13. Juni 2018, 07:57 Uhr
Am 2. Mai 2018 sprach Herr Dipl. Med. Dirk Lehmann, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie vor über 120 interessierten Mitbürgern über Schilddrüsenerkrankungen im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe des Südharz Klinikums.

Schilddrüsenveränderungen und Störungen des Hormonstoffwechsels sind weit verbreitet. In Deutschland leidet jeder Dritte an Vergrößerungen, Knoten oder Funktionsstörungen – oft ohne es zu wissen. Am häufigsten ist die Vergrößerung (Struma), im Volksmund als Kropf bekannt. Wird diese zu spät erkannt, ist oft eine Operation nötig. Deutschlandweit sind das jedes Jahr rund 100.000.

Ist das schmetterlingsförmige Organ aus dem Lot, können zahlreiche hormonell bedingte Symptome auftreten oder lokale Beeinträchtigungen wie ein Druckgefühl am Hals oder Schluckstörungen. Oft werden die Symptome wie Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Durchfall, aber auch Abgeschlagenheit, Schlafstörungen sowie Gewichtsprobleme bis hin zur depressiven Stimmungslage nicht ursächlich mit einer Funktionsstörung der Schilddrüse in Zusammenhang gebracht.

Im Rahmen des öffentlichen Vortrages erklärte Herr Dipl. med. Dirk Lehmann den Aufbau und die Funktion der Schilddrüse, Erkrankungen und Warnsignale, moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie Vor- und Nachteile konservativer und operativer Therapien. Herr Dipl. med. Dirk Lehmann operiert bis zu 350 Schilddrüsen im Jahr und ist im Südharz Klinikum ein mittlerweile überregional anerkannter Experte auf diesem Fachgebiet.
Die fachkundigen und verständlichen Erklärungen des Oberarztes führten zur Zufriedenheit der interessierten Zuhörer, welche im Anschluss die Möglichkeit nutzten, zahlreiche Fragen zum Thema Schilddrüsenerkrankungen zu stellen.
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