Die klinikumseigene Küche steht für handwerkliche Qualität und ein gesundes Essen

Freitag, 02. März 2018, 13:49 Uhr
Die klinikumseigene Küche steht für handwerkliche Qualität und ein gesundes Essen (Foto: Anne Hagedorn / SHK)
Man stelle sich eine Küche vor: Dort werden in nicht einmal 60 Minuten 800 Schnitzel paniert. Von Hand. Das, was hier auf den ersten Blick nach Masse aussieht, das ist es nicht, denn daneben ist viel Individualität gefragt.

In der Küche des Nordhäuser Südharz Klinikums wird für das leibliche Wohl von Patienten und Mitarbeitern gesorgt. Die 75 Frauen und Männer um Küchenchef Matthias Höfig sind in ihrem täglichen Agieren Profis in der Symbiose zwischen der Größenordnung eines Klinikums mit fast 2.000 Mitarbeitern und rund 750 Patienten und doch sehr speziellen Anforderungen an die Versorgung.

Matthias Höfig erläutert das an einem Beispiel: In der Diätabteilung der Küche werden allein beim Mittagessen täglich zwischen 60 und 80 Portion individuell zubereitet. Wenn ein Patient besonderes Essen benötigt, reagieren wir sehr schnell.

Darüber hinaus ist das Küchenteam immer offen für neue Erkenntnisse der Forschung, aktuell zum Beispiel bei der Ernährung von Patienten mit Diabetes oder dem erhöhten Eiweißbedarf vieler Patienten. Die Vernetzung von Ärzten und Küche ist sehr gut. Fest steht aber auch, dass Herr Höfig und die Oecotrophologin Kristina Oppenhäuser nicht auf jeden gerade “vorbeifahrenden Zug” aufspringen, der mit scheinbar neuesten Erkenntnissen beladen ist. Traditionen, handwerkliche Qualität und ein gesundes Essen gerade für erkrankte Menschen sind ihnen sehr wichtig.

Sowohl Matthias Höfig als auch Geschäftsführer Guido Hage sind froh, dass das Nordhäuser Klinikum eines der wenigen Häuser in Nordthüringen ist, das über eine eigene Küche verfügt. In Nordhausen gibt es keine angelieferten Tiefkühlportionen, die dann nur noch aufgewärmt werden. “Im Gegenteil, wir kochen alles selbst, wir kochen Brühe aus Knochen und ziehen auch die Soße”, beschreibt der Küchenchef einen Teil der täglichen Arbeit und Guido Hage ergänzt aus kaufmännischer Sicht: “Klar, das Vorhalten einer eigenen Küche ist ein Kostenfaktor, der nicht von der Hand zu weisen ist. Einerseits bekommen wir regelmäßig Lob von den Patienten, andererseits wandern Speisen kaum in den Abfall, was der exakten Planung geschuldet ist.”

Bewährt hat sich für die Arbeit von Matthias Höfig auch das Wirken der Ernährungswissenschaftlerin Kristina Oppenhäuser. Sie leitet seit drei Jahren nicht nur die Diätküche im Haus, sondern ist die notwendige Verbindung zum medizinischen Bereich der Klinik. Sie berät sowohl die Küche als auch das Personal der einzelnen Stationen und stimmt mit Herrn Höfig die Strategie der Ernährung ab.

Und dann ist da wohl auch noch ein nicht ganz unwesentlicher Fakt, der für die eigene Küche und deren Qualität spricht. Neben der Qualität der medizinischen Arbeit zählen eben auch Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Sauberkeit sowie ein schmackhaftes und gesundes Essen zu den Faktoren, die für die Gesamtbeurteilung eines Krankenhausaufenthaltes von Bedeutung sind.
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