Radioonkologie / Strahlentherapie

Bestrahlung gutartiger Erkrankungen

Endokrine Orbitopathie

Allgemeines:

Liegt ein sogenannter Exophthalmus (also ein Hervortreten des Augapfels) vor, kann es sich unter Umständen um ein komplexes Krankheitsbild mit Beteiligung der Schilddrüse handeln, bei der vermehrt gebildete Stoffwechselprodukte in den Weichteilen hinter dem Auge abgelagert werden. Dies führt zu dem so eindrucksvollen Hervortreten des Augapfels. Unter anderem wird dadurch die Augenbeweglichkeit eingeschränkt, was zu Sehstörungen führt. Wichtig ist in diesem Fall eine rasche Behandlung, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Als Behandlungsmöglichkeiten stehen die hochdosierte Kortisontherapie und/oder die Strahlentherapie zur Verfügung; operiert wird nur in seltenen Fällen.

Diagnostik:

Vor einer Strahlenbehandlung ist meist keine zusätzliche Diagnostik erforderlich. In jedem Fall sollte jedoch bereits im Vorfeld eine andere Ursache (z.B. ein Tumor in der Augenhöhle) mittels CT oder MRT ausgeschlossen worden sein.

Therapie:

Die Strahlentherapie der endokrinen Orbitopathie wird nach entsprechender Vorbereitung (Planungs-CT und millimetergenaue Festlegung der zu bestrahlenden Region) an 10 aufeinanderfolgenden Werktagen durchgeführt. Der Kopf wird dabei mit Hilfe einer Kunststoffmaske fixiert, um eine unbeabsichtigte Bestrahlung der Augenlinsen und eine resultierende Linsentrübung zu vermeiden.

Die Lagerung des Patienten entspricht dabei der Lagerung eines Hirntumors.