Radioonkologie / Strahlentherapie

So behandeln wir den Tumor:

mit Sliding window
mit COMART
(Conformal MLC Arc)
mit RapidArc
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Behandlungsangebote

HNO-Tumoren

Allgemeines:

Zu den häufigsten bösartigen Tumoren im HNO-Bereich zählen die des Kehlkopfes und des Rachens, aber auch der Mundhöhle (Zunge, Gaumen, Rachenmandeln etc.) oder der Speicheldrüsen. Die Behandlungsstrategien solcher Tumoren sind meist multimodal, d.h. mehrere Therapien werden miteinander kombiniert. In vielen Situationen ist heutzutage ein Organerhalt durch eine kombinierte Strahlen-Chemo-Therapie oder Strahlen-Antikörper-Therapie möglich (beispielsweise beim Kehlkopfkrebs). Ganz besonders wichtig ist auch hier die gurte Zusammenarbeit der beteiligten Kliniken bereits vor Therapiebeginn und während der gesamten Behandlungszeit.

Diagnostik:

Aufgrund der relativen Nähe der einzelnen Strukturen und Organe im Kopf-Hals-Bereich ist für die Strahlentherapie-Planung eine möglichst genaue Bildgebung mittels CT und MRT besonders wichtig. So können sensible Strukturen geschont und die vom Tumor betroffenen Gebiete exakt erfasst werden.

Therapie:

ClinacDie Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich muss besonders exakt erfolgen, da dort Zielgebiet und Risikoorgane sehr eng beieinander liegen. Dafür wird vor Bestrahlungsbeginn eine Kunststoffmaske angefertigt, welche zu jeder Bestrahlungssitzung angelegt wird. Diese stellt eine exakt und immer wieder gleiche Lage der Kopf-Hals-Region sicher. So können beispielsweise die großen Speicheldrüsen weitgehend geschont werden.

Das Vorgehen erfolgt in der Regel als Operation, an die sich die Strahlentherapie anschließt. Ausnahme stellt das so genannte Nasopharynxkarzinom dar. Wegen seines Sitzes unterhalb der Schädelbasis besteht keine Möglichkeit zur Operation, die Strahlentherapie trägt hier die Verantwortung. Dieser in Europa seltene Tumor zeigt aber die Leistungsfähigkeit radioonkologischer Maßnahmen:
acht von neun unserer Patienten leben in den letzten 10 Jahren ohne Rezidiv oder Metastasen.

Die Bestrahlungsserie kann sich bis über acht Wochen erstrecken und wird zum Teil unter stationären Bedingungen durchgeführt. Dies ist vor allem im letzten Behandlungsabschnitt aufgrund der dann oft notwendigen Lokalpflegemaßnahmen (Hautpflege, Behandlung von Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Schmerztherapie, Zusatzernährung über die Vene etc.) sinnvoll.

Auch hier ist IMRT aufgrund der hochkonformalen Anpassung an hufeisenförmige Zielgebiete und der sicheren Vermeidung von Lücken an den Anschlüssen normaler Stehfeldtechniken (3 D-RT) von sicherem Vorteil.