Nuklearmedizin

PET (Positronen-Emissions-Tomografie)

Vorbereitung der PET-Untersuchung (Foto: SHK)Unser modernes PET-CT hat planmäßig seinen Betrieb aufgenommen ! Die ersten Patienten wurden untersucht, dies mit erwartungsgemäß guter Qualität. Zunächst (siehe unten) ein paar orientierende Hinweise / nachdem wir weitere gesetzlich und fachlich vorgeschriebene Kontrollen absolviert haben, finden Sie hier in Kürze weitere hilfreiche Informationen!

PET / CT: Was ist das?

Die PET / CT stellt eine Kombination aus funktioneller Bildgebung (PET) und struktureller Darstellung (CT) dar. Die sehr früh im Krankheitsverlauf auftretenden funktionellen Veränderungen werden somit zeitgleich, das heißt in einer Untersuchung der Anatomie und den baulichen Veränderungen, zugeordnet. Die PET ohne CT wird bereits seit mehr als 30 Jahren, die PET / CT seit mehr als 15 Jahren eingesetzt. Der wesentliche Vorteil ist, dass insbesondere frühe funktionelle Veränderungen noch keine baulichen Veränderungen mit sich führen, aber diese dennoch lokalisiert und vor allem in die Behandlungsstrategie einbezogen werden können.

PET / CT (»Glucose-PET«): Wie geht das?

Tumoren bzw. deren Zellen haben einen gesteigerten Stoffwechsel – je weiter sich das Gewebe von normalen Zellen unterscheidet, umso mehr Glucose (Zucker) wird aufgenommen. Injiziert man nun eine schwach radioaktiv markierte Zuckerlösung, stellt sich das Tumorgewebe mit einer höheren Aktivität dar als das gesunde Gewebe – der Tumor »leuchtet«! Dieses Leuchten wird dem simultan aufgenommenen strukturellem Bild (CT) aufgelagert – man spricht von sogenannter Bildfusion.

PET / CT: Was kann das?

Die PET / CT wird mit verschiedenen Zielen eingesetzt:
  • Ist ein Tumor überhaupt bösartig?
  • Bei vorliegenden Absiedlungen (Metastasen) unbekannten Ursprungs: Wo sitzt der Primär-Tumor?
  • Bei bekanntem Tumor: Gibt es Metastasen, welche mit anderen Untersuchungsverfahren nicht gefunden wurden bzw. gefunden werden können?
Zudem kann aus dem exakt bestimmbaren Grad der Aktivität der Krankheitsverlauf (z. B. Untersuchung vor und nach Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie) bzw. die Effektivität der Therapie beurteilt werden. Und anders als in der konventionellen Nuklearmedizin z. B. der Skelettszintigrafie: Es werden immer alle Metastasen d. h. sowohl in den Weichteilen als auch im Skelett und dies immer als Ganzkörperuntersuchung markiert.

PET/CT: Was kann PET noch?

Bereits seit mehr als 30 Jahren wird die PET auch bei gutartigen Erkrankungen eingesetzt. Insbesondere bei unklaren entzündlichen Erkrankungen (Herd-Suche) als auch z. B. in der Neurologie (Stichwort Morbus Alzheimer) liefert die PET wertvolle Informationen. Gibt es eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenversicherung? Die PET / CT wurde zum 01.01.2016 in den Katalog der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen, dies aber nur bei einigen wenigen Krebsarten. Wir sind Ihnen gerne behilflich, diesbezügliche Fragen zu klären!

Anmeldung / Weitere Fragen?

Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt. Für weitere Informationen stehen auch wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung!
Überwachungsraum (Foto: SHK)
PET-CT Lunge/Thoraxwand (Foto: SHK)
PET-CT Lunge (Foto: SHK)

Weiterführende Informationen:

Patientenaufklärungsbogen aus dem Aufklärungssystem Diomed Erschienen bei Thieme Compliance GmbH, Am Weichselgarten 30, 91058 Erlangen / MUSTER – nur zur Ansicht!