Anästhesie und operative Intensivtherapie

Anästhesie und operative Intensivtherapie

Anästhesie und operative Intensivtherapie

Anästhesie und operative Intensivtherapie

Leistungsbeschreibung

Anästhesie

Grundlage einer optimalen Anästhesiedurchführung ist das Aufklärungsgespräch, welches bei den meisten Patienten in unserer regelmäßigen Anästhesiesprechstunde am Tag vor der OP stattfindet. Anästhesie und operative Intensivtherapie Alternativ werden bettlägerige Patienten auf dem Zimmer vom Anästhesisten aufgesucht, um die notwendige Aufklärung zu gewährleisten.

Nach einer umfangreichen Rekonstruktion und Erweiterung des OP-Traktes stehen den operativen Fachgebieten nun insgesamt zwölf hochmodern eingerichtete OP-Säle zur Verfügung. Dabei kommen bei den jährlich ca. 10500 durchgeführten Anästhesien sämtliche Methoden der Anästhesie nach aktuellem wissenschaftlichen Stand in allen Altersklassen zur Anwendung.

Aufwachraum

Die Umgestaltung des Operationstraktes brachte auch eine Neukonzeption und Erweiterung des Aufwachraumes mit sich, der jetzt neben der postoperativen Betreuung der Patienten auch die Möglichkeit zur besseren Durchführung von bereits vor der OP anstehenden Regionalanästhesieverfahren und präoperativ erforderlicher Schmerztherapie bietet.

Intensivtherapie

Nach der ersten Umbau- und Rekonstruktionsphase wurde bereits im Juli 1999 die neue und erweiterte Intensivstation mit insgesamt 14 Betten übergeben. Anästhesie und operative Intensivtherapie Große, klimatisierte und hell gestaltete 1- und 2-Bett-Zimmer bieten optimale Vorrausetzungen für Patienten, die schwere Phase ihrer Erkrankung zu überwinden.

Die moderne gerätetechnische Ausstattung der interdisziplinären Intensivstation gestattet die Durchführung aller relevanten Therapieverfahren, wie z.B. differenzierte Beatmungstechniken, Nierenersatztherapie, künstliche Ernährung und eine Vielzahl an Überwachungs-, Diagnostik- und Therapieverfahren.

Mitentscheidend für den Heilungserfolg des Patienten ist und bleibt jedoch auch die notwendige menschliche Zuwendung von Pflegepersonal, Ärzten und nicht zuletzt den Angehörigen. Die zuweilen befürchtete „Maschinenmedizin“ entspricht demnach kaum dem Anliegen der Intensivmedizin.

Notfallmedizin

Der Rettungshubschrauber "Christoph 37" ist seit 1991 neben dem bodengestützten Rettungsdienst (Notarzteinsatzfahrzeug) fester Bestandteil des Rettungssystems des Landkreises Nordhausen. Die ärztliche Absicherung obliegt unserer Klinik und wird von 10 Anästhesisten täglich von 7:00 Uhr bis Sonnenuntergang sichergestellt.
Mit nahezu 1000 Einsätzen pro Jahr und bei einem Radius von 50 km werden nicht nur die Rettung Schwerkranker und Verletzter unseres und der benachbarten Landkreise übernommen, sondern auch Säuglingstransporte und Beschaffung lebensnotwendiger Blutkonserven schnellstmöglich durchgeführt.

Seit 2001 steht unserem Klinikum als Neuheit ein integrierter Chirurgie- und Radiologiearbeitsplatz zur Verfügung, der ein Zweisäulen-OP-Tischsystem mit einem Ganzkörper-HiSpeed-Computertomographen verbindet, so dass für den Notfallpatienten von der Notaufnahme über die Diagnostik bis hin zur operativen Versorgung keine zusätzlichen Belastungen durch wiederholte Umlagerungen mehr notwendig sind.

Der arztbegleitete Intensiv-Interhospital-Transfer erlangte in den letzten Jahren eine immer größer werdende Bedeutung. Diesem Erfordernis trug der Intensivverlegungsdienst Thüringen mit der Etablierung des ersten ITW im Jahre 1994 schon frühzeitig Rechnung.

Zur Zeit werden ca. 1200 Patiententransporte jährlich mit drei Intensivverlegungsfahrzeugen von Nordhausen und dem zweiten Thüringer Standort in Jena durchgeführt.
Die ärztliche Sicherstellung für Nordhausen erfolgt durch erfahrene Anästhesisten und Internisten unseres Hauses, die auch über den entsprechend der Ärztekammer geforderten Befähigungsnachweis verfügen.

Schmerztherapie

Wir verstehen die im Aufbau befindliche Schmerztherapie in unserem Klinikum als interdisziplinäre Aufgabe. Nach Erarbeitung von Behandlungsrichtlinien der perioperativen Schmerzbetreuung erfolgt nun deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit allen Kliniken des Südharzkrankenhauses. Ziel unserer Bemühungen ist eine umfassende medikamentöse, apparative und menschliche Betreuung.
Mit der Etablierung einer Schmerzschwester erhielt diese Patientenbetreuung eine neue Qualität.

Behandlung akuter perioperativer und postoperativer Schmerzzustände

Systemische Medikamentenanwendung
  • „patient controlled analgesia“ ( PCA)
  • kontinuierlich per Pumpe
  • intravenös, subcutan, als Suppositorium
Regionale Analgesieverfahren
  • Blockadetechniken des Plexus brachialis, Plexus lumbalis, Plexus lumbo-sacralis
  • Rückenmarksnahe Analgesieverfahren – „patient controlled epidural analgesia“ (PCEA)

Epidurale Analgesie (PCEA) zur schmerzarmen Geburt

  • „walking epidural“ (in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe)

Betreuung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen

  • Spezifische Pharmakotherapie
  • Lokal- und Leitungsanästhesien
  • Stimulationstechniken
  • Sympathikusblockaden
  • Verfahren der manuellen Diagnostik und Therapie

Weitere Aktivitäten

Alle Fachbereiche beteiligen sich an den Qualitätssicherungsmaßnahmen nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Dies umfasst z.B. die Ausstattung der Anästhesiearbeitsplätze, die computergestützte Erfassung und Auswertung der Anästhesien, Maßnahmen zur prozessorientierten OP-Organisation wie auch die Anwendung von Scoringsystemen im Intensivbereich.

Garantiert wird die Durchführung regelmäßiger, durch die Landesärztekammer zertifizierter Fortbildungsveranstaltungen, teilweise in Kooperation mit anderen Disziplinen, insbesondere bei Themen von fachübergreifendem Charakter. Damit wird das Haus seiner Rolle als Schwerpunktkrankenhaus für die Region noch mehr gerecht.

Im Jahr 2000 begann im Südharzkrankenhaus der erste Kurs der Fachschwestern-Weiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege für den Bereich Nordthüringen. Dabei obliegt dem ärztlichen- und pflegerischen Personal unserer Klinik die Organisation wie auch z.T. die Durchführung von theoretischem Unterricht und der Vermittlung praxisorientierter Inhalte. Die Durchführung weiterer Kurse ist in Vorbereitung.

Wissenschaftliche Aktivitäten bestehen auf den Gebieten Thoraxanästhesie, Sicherung der Atemwege und Jetventilation, die u.a. auch die Beteiligung an multizentrischen Studien beinhaltet.
Motivierten Mitarbeitern ist somit die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Qualifizierung gegeben (z.B. Promotion, Subspezialisierung).

Weiterbildungsermächtigung

Informationen zur Weiterbildungsermächtigung der Klinik finden Sie im Bereich Ausbildung.