Radiologie

Stereotaktische Interventionen (minimal invasive Brustbiopsie)

Die meisten röntgenologisch sichtbaren sternförmigen Herde sind sonografisch ebenfalls sichtbar, das gilt für Mikrokalzifikationen nicht. Ist der Mikrokalk oder auch eine Architekturstörung auffällig und muss abgeklärt werden, empfielt sich hierfür als beste Option die röntgengestützte minimal-invasive Brustbiopsie. Dabei wird die Patientin auf dem Bauch liegend gelagert, die Brust wird unterhalb einer Tischplatte fixiert und dort durch eine kleine separate Mammographieeinheit geröntgt mit jeweils nach rechts und links verdrehter Röntgenröhre. Dadurch stellt sich die Läsion in der Brust ein wenig verschieden dar, was der Computer in eine Tiefe umrechnen kann, so dass man auf diese Weise in allen 3 dimensionen die Lage des suspekten Befundes berechnen kann. Mittels einer Biopsieeinheit kann man dann nach örtlicher Betäubung unter Unterdruck (vakuumnah) Gewebe zunächst in die hohle Nadel saugen und dann abschneiden und nach außen transportieren. Diese Intervention ist eine sehr hilfreiche Option zur Klärung auffälliger Mikrokalzifikationen. Wir führen diese Biopsie in Nordhausen ambulant und stationär sowie für das Screening in Thüringen Nord und West ca. 150 mal im Jahr durch und haben so die meisten stereotaktischen Biopsien einer einzelnen Radiologie in Thüringen. Außerdem sind wir die einzige Radiologie in Nord- und Westthüringen, die diese Technik in der wesentlich komfortableren Liegendposition ermöglicht. Auch zu dieser Technik wurden mehrere Veröffentlichungen publiziert.



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