Radiologie

Jahresbericht 2016

Angiografie

Erfreulicherweise geht die Zahl der Raucher in Deutschland zurück. Damit verbunden ist perspektivisch die Hoffnung auf dauerhaft rückläufige Zahl an raucherassoziierten vaskulären Interventionen und vaskulären Erkrankungen. Viele gefäßassoziierte Diagnosen können heutzutage nicht invasiv getroffen werden, mit der Inbetrieb- nahme des neuen MRT sind diese in einem begrenzten Bereich sogar ganz ohne Kontrastmittelgabe darstellbar. Am Südharz Klinikum werden die peripheren Gefäße der Extremitäten vorrangig durch die Gefäßchirurgie angiografisch dargestellt und interventionell sowie operativ behandelt. Durch das radiologische Institut werden die hirnversorgenden sowie die abdominellen Gefäße dargestellt.

Häufig erfolgt die invasive digitale Subtraktionsangiografie (also die arterielle Punktion meist der Leistenarterie, die Einbringung einer Schleuse, eines Kathetersystems und eines zugehörigen Drahts sowie deren Platzierung in den gewünschten Arterien) bei uns zur Darstellung der Hirngefäße bei unklaren Hirnblutungen, die auf geplatzte Aussackungen von Hirngefäßen zurückgeführt werden könnten. Meist liegt vorher schon eine entsprechende Bildgebung CT-basiert oder / und MR-basiert vor. Die Darstellung der Aneurysmata ist wichtig, um abschätzen zu können, ob eine Operation oder eine neuroradiologische Intervention die bessere therapeutische Option darstellen.

Darüber hinaus werden auch viszerale Gefäße, wie die obere Darmarterie (Arteria mesenterica superior), der die Leber und die Milz versorgende Truncus coeliacus oder auch die Nierenarterien dargestellt. Neben der Ursachenforschung bei bestehenden Blutungen unklarer Genese ist hier die Tumorcharakterisierung und deren Therapieplanung ein wesentlicher Grund für die invasive Bildgebung, die allerdings insgesamt seltener erforderlich ist, weil alternative Bildgebungsoptionen die diagnostische Angiografie in einigen Bereichen weitgehend abgelöst haben.

Demgegenüber sind neuentwickelte interventionelle Therapieformen an die Angiografie gebunden, die letztlich darauf abzielen, direkt tumorversorgende Gefäße zu unterbinden oder über diese direkt in den Tumor Medikamente zu positionieren oder den Tumor zu therapieren (beispielsweise TACE, SIRT).

Untersuchungen

Angiografien A. carotis20
Angiografien A. vertebralis20
Angiografien A. mesenterica2
Angiografien A. hepatica2
Angiografien Aorta und Äste 25
Embolisationen3

Beispielaufnahmen Angiografie



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