Radiologie

Jahresbericht 2016

Sehr geehrte Kollegen,
sehr geehrte Patienten,

2016 war ein sehr arbeitsreiches und intensives Jahr mit viel Neuem und vielen Innovationen. Schön, dass Sie sich für die Radiologie in Nordhausen interessieren.

Zunächst begann das Jahr mit einer überraschenden Premiere, zwei Kollegen aus unserem Team, die beide während der gesamten Facharztausbildung Radiologie und danach hier am Südharz Klinikum tätig waren, wechselten an Universitäten Leipzig bzw. Basel, als Oberarzt bzw. stellvertretender Oberarzt (früher war das eigentlich immer umgekehrt, an der Uni ausgebildete Kollegen wechselten als Oberärzte in die Lehrkrankenhäuser). Das kann man durchaus als positive Bewertung unserer fachlichen Ausbildung werten, wenngleich der Weggang natürlich auch schmerzt. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit und die vielen gemeinsamen harmonischen Jahre an Herrn Dr. Roth, Herrn Dellios und Herrn Marginean vom ganzen Team!

Neu zu uns gekommen sind dafür Frau Wagner, Frau Dr. Papageorgiou und Frau Zaslawski, herzlich willkommen, schön, dass unser ärztliches Team durch sie verstärkt wird. Frau Friedländer hat nach Jahrzehnten sehr fleißigen Arbeitens als Röntgenassistentin den wohlverdienten Ruhestand erreicht, wir vermissen sie schmerzlich, auch wenn wir uns freuen, dass so Frau Pietzer bei uns einen unbefristeten Vertrag bekommen konnte. Ein Röntgenassistent ist für ein Jahr nach Australien aufgebrochen, auch ein Novum in 2016.

Ich selbst bin seit 2005 hier in Nordhausen und die damals neu gekauften Geräte wurden zum Großteil in 2016 ersetzt. Besonders glücklich bin ich über die neue Mammographieeinheit, die uns technisch sowohl in der Bildgebung (Tomosynthese) als auch der Biopsie (tomosynthesegestützte Biopsie im Liegen) bislang ungeahnte Möglichkeiten bietet, die es in Thüringen aktuell nur bei uns gibt. Ein noch größerer Meilenstein war die Neuinstallation der Ersatzbeschaffung eines 1.5T MRT, jetzt mit weiter Röhre (also kaum noch Platzangstprobleme für die Patienten) und der Möglichkeit, während der Untersuchung Filme zu schauen, Musik zu hören und sich durch Ambilight-Technologie und massive Geräuschreduktion des Scanners zu entspannen, auch dies eine einzigartige Lösung derzeit in Thüringen. Für die Notfallpatienten haben wir ein neues Röntgensystem installiert, mit verbessertem Komfort für Patient und MTRA (Zweidetektorlösung), und Anfang 2017 ist ein zusätzliches Ultraschallgerät in Betrieb gegangen.

Neben diesen ganzen Investitionen, für die ich der Geschäftsleitung sehr dankbar bin, insbeson- dere da kein einziger Euro Steuergeld hierfür vom Freistaat gesponsert wurde, waren natürlich sehr umfangreiche Planungen und Baumaßnahmen zu bewerkstelligen, was den normalen Arbeitsablauf stark tangiert hat. Vielen Dank den vielen fleißigen Helfern von Technik, Medizin- technik, „Danke“ aber auch an die Patientinnen und Patienten für das Verständnis. Immerhin mussten wir sechs Wochen lang Patienten für ein MRT in einem LKW-Trailer untersuchen, der auf einem Parkplatz am Hintereingang der Klinik stand. Zahlreiche, auch Notfallröntgenuntersuchungen, konnten wochenlang nicht im Erdgeschoss erfolgen, so dass alle Patienten in die 3. Ebene gelangen mussten, um geröntgt zu werden. Trotz dieser inzwischen abgeschlossenen Baumaßnahmen haben wir insgesamt 5% mehr Untersuchungen im Jahresverlauf erbracht und sind hier mehr als einmal an die Leistungs- und Belastungsgrenzen gestoßen. Die im Jahresbericht landkartenartig aufgezeigten Herkunftsregionen unserer ambulanten Patienten machen deutlich, wie groß inzwischen der Einzugsbereich und die überregionale Nachfrage nach radiologischen Leistungen bei uns im radiologischen MVZ ist.

Noch ein Novum gab es 2016. So viele wissenschaftliche Beiträge aus Nordhausen, wie dieses Jahr (6), wurden noch nie beim Europäischen Röntgenkongress akzeptiert, und das bei kontinuierlich wachsender Zahl eingereichter Präsentationen aus der ganzen Welt (fast 7000) und damit besonders hohen Ablehnungszahlen. Wir sind auch zum (in Thüringen zweiten) überregionalen Zentrum muskuloskelettaler Radiologie durch die Deutsche Röntgengesellschaft ernannt worden.

Was für ein Jahr! Danke für Ihr Vertrauen, oft auch Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Viel Spaß beim weiteren Lesen und Anschauen einiger klassischer Befundbilder. Alles Gute, vor allem Gesundheit wünscht Ihnen

Ihr Ansgar Malich
im Namen des ganzen Teams der Radiologie des Südharz Klinikums